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Nachsaat auf dem Grünland

Nachdem wir vor ein paar Wochen Kalk gestreut haben, um den pH-Wert zu erhöhen war es nun an der Zeit ein Teil des Grünland durch eine Nachsaat zu verbessern. Wir ihr im folgenden Video sehr gut erkennen könnt war bisher ein großer Teil des Bodens von Moos bedeckt. Durch die Kalkung und Nachsaat einer Kleegrasmischung wollen wir versuchen den Boden besser zu bedecken.
Wir erhoffen uns durch die Nachsaat eine bessere Futtergrundlage für unsere Tiere, einen besseren Lebensraum für Insekten und andere Lebewesen auf den Wiesen, sowie die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen.

Ausgebracht wurde die Mischung ( 50% Rotklee, 15% Bastard Weidelgras, 5% Wiesenschweidel, 30% Welsches Weidelgras) mit einem Striegel. Anschließend haben wir die Samen angewalzt, um bessere Bedingungen für die Keimung herzustellen.

Kalkausbringung auf dem Grünland

Nachdem wir vor ein paar Wochen auf jeder Fläche Bodenproben gezogen haben, wurden diese zur Analyse an ein Labor geschickt. Kurze Zeit später kam die Auswertung und hat deutlich gezeigt, dass auf einigen Flächen ein deutlich zu niedrigen pH-Wert im Boden vorliegt. Deutlich zu sehen war, dass die Flächen, auf denen wir regelmäßig den Mist unserer Kühe ausbringen, einen guten pH-Wert aufweisen und auch bei Phosphor, Kalium und Magnesium im anzustrebenden Bereich liegen.

Vom Labor haben wir eine Düngeempfehlung für jede Fläche bekommen und dort, wo es nötig war nun Kalk ausgebracht, um den pH-Wert anzuheben.

Was macht der Kalk nun im Boden?
Im Boden wird Säure mit Hilfe von Kalk (Calciumcarbonat, CaCO3) neutralisiert. Bei der Neutralisation entstehen Wasser und Kohlendioxid (CO2), welches in die Luft entweicht; Calcium wird freigesetzt. Calcium hat eine sehr große Bedeutung für die Bodenstruktur, denn es verbindet die kleinsten Bodenteilchen – die Tonminerale – miteinander. Diese bilden dadurch größere Krümel. Der Boden wird lockerer, die Pflanzenwurzeln können besser wachsen, es kommt mehr Luft in den Boden, und es wird mehr pflanzenverfügbares Wasser gespeichert. Die Nährstoffe, die die Pflanze zum Wachsen braucht, werden effizienter genutzt.
Durch die Verbesserung des pH-Wertes und der bodenphysikalischen Eigenschaften erhalten Mikroorganismen, Regenwürmer und viele andere Bodenlebewesen bessere Lebensbedingungen. Daraus resultiert eine verstärkte Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit. Die Bodendurchlüftung sowie die Wasser- und Nährstoffmobilisierung wird verbessert.


Hier haben wir euch ein kleines Video zusammen gestellt:

Wie werden die Kühe auf unserem Betrieb gehalten?

Bereits seit 2001 haben wir eine Deutschangus-Mutterkuhherde auf unserem Betrieb. Im Jahr 2006 haben wir durch einen Embryotransfer Aberdeen Angus Kühe vom weltweit bekannten Zuchtbetrieb Rawburn aus Schottland bekommen und können so auch Aberdeen Angus Zuchttiere zum Verkauf anbieten.

Sie fragen sich, wie wir unsere Angus-Mutterkühe und Nachzucht auf unserem Biobetrieb halten?

Im Sommer genießen unsere Tiere großflächige Weiden rund um Osterode am Harz:

Mutterkühe auf der Weide

 

Im Winter sind unsere Mutterkühe und Jungvieh in einem mit frischem Stroh eingestreutem Tiefstrohstall. Gefüttert werden die Tiere im Winter ausschließlich mit Silage, die wir selber auf unseren biologisch bewirtschafteten Flächen produzieren:

Mütterkühe im frisch eingestreutem Strohstall

Sie können sich gern vor Ort bei uns ein Bild von unseren Haltungsbedingungen machen!

Grünlanddüngung und Pflege

Zwei Mal jährlich bringen wir den Mist unserer Tiere auf dem Grünland aus. Hierzu wird ein moderner Miststreuer mit Breitstreuwerk und GPS-System eingesetzt, um eine möglichst genaue und gleichäßige Verteilung zu erreichen.

 

Jedes Frühjahr werden alle unseren Wiesen und Weiden mit der Wisenschleppe geschleppt. Die Schleppe begradigt Maulwurfshügel und sorgt dafür, dass Mistreste verteilt werden. Außerdem wird die Grasnarbe belüftet, abgestorbenes Pflanzenmaterial gelöst und eine Bestockung junger Pflanzen angeregt.
Wir haben außerdem die Möglichkeit mit dem auf der Schleppe montierten Streuer eine Nachsaat auszubringen.

Jakobskraut – auch bei uns auf dem Betrieb schon zu finden

 

Auch bei uns ist schon zu finden: Jakobskreuzkraut

Jakobskreutkraut enthält Pyrrolizidin- Alkaloide, welche krebserregend sind, das Erbgut, das Zentrale Nervensystem, die Lunge und Nieren schädigen!

Daher werden auch bei uns alle Wiesen bevor wir mähen oder sie von den Kühen abweiden lassen kontrolliert und das Jakobskreuzkraut entfernt. Somit wollen wir einer Vergiftung unserer Kühe und Pferde entgegenwirken.

Weitere Informationen zum Jakobskreuzkraut finden ihr unter: http://www.ak-kreuzkraut.de/

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