Kalkausbringung auf dem Grünland

Nachdem wir vor ein paar Wochen auf jeder Fläche Bodenproben gezogen haben, wurden diese zur Analyse an ein Labor geschickt. Kurze Zeit später kam die Auswertung und hat deutlich gezeigt, dass auf einigen Flächen ein deutlich zu niedrigen pH-Wert im Boden vorliegt. Deutlich zu sehen war, dass die Flächen, auf denen wir regelmäßig den Mist unserer Kühe ausbringen, einen guten pH-Wert aufweisen und auch bei Phosphor, Kalium und Magnesium im anzustrebenden Bereich liegen.

Vom Labor haben wir eine Düngeempfehlung für jede Fläche bekommen und dort, wo es nötig war nun Kalk ausgebracht, um den pH-Wert anzuheben.

Was macht der Kalk nun im Boden?
Im Boden wird Säure mit Hilfe von Kalk (Calciumcarbonat, CaCO3) neutralisiert. Bei der Neutralisation entstehen Wasser und Kohlendioxid (CO2), welches in die Luft entweicht; Calcium wird freigesetzt. Calcium hat eine sehr große Bedeutung für die Bodenstruktur, denn es verbindet die kleinsten Bodenteilchen – die Tonminerale – miteinander. Diese bilden dadurch größere Krümel. Der Boden wird lockerer, die Pflanzenwurzeln können besser wachsen, es kommt mehr Luft in den Boden, und es wird mehr pflanzenverfügbares Wasser gespeichert. Die Nährstoffe, die die Pflanze zum Wachsen braucht, werden effizienter genutzt.
Durch die Verbesserung des pH-Wertes und der bodenphysikalischen Eigenschaften erhalten Mikroorganismen, Regenwürmer und viele andere Bodenlebewesen bessere Lebensbedingungen. Daraus resultiert eine verstärkte Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit. Die Bodendurchlüftung sowie die Wasser- und Nährstoffmobilisierung wird verbessert.


Hier haben wir euch ein kleines Video zusammen gestellt: